"Die israelische Armee hat die sterblichen Überreste der letzten in Gaza verbliebenen Geisel geborgen".  Dies meldet die Wochenzeitung DIE ZEIT in ihrem Online-Dienst. Ihr Leserkreis rekrutiert sich sicher nicht aus den "bildungsfernen Schichten". Diese Nachricht behandelt aber ihre Leser*innen als solche.

Die Meldungen und ihre Fehler: Was nicht gesagt wird.

Aufmerken lässt einen genauen Leser, dass es die israelische Armee war, die die Leiche geborgen hat. Nicht gesagt wird, wo sie geborgen wurde. Damit muss vermutet werden, sie wurde im israelisch besetzten Teil (von Trump "Grüne Zone" genannt) geborgen. Diese Zone ist für Palästinenser aber seit dem 10.10.2025 nicht mehr zugänglich. Die Hamas war also gar nicht in der Lage, diese Leiche zu bergen.

DIE ZEIT verschweigt in diesem Artikel:

  1. Die von Israel formulierte Bedingung ist eine Unmöglichkeit. "Israel hatte zuletzt mitgeteilt, dass es den Grenzübergang Rafah im Süden des Gebietes erst nach Abschluss der Suchaktion nach der letzten Geiselleiche wieder öffnen wolle." Damit wird aber deutlich, dass Israel die Zulassung von Hilfslieferungen (siehe Pos. 3) vorsätzlich verhindert. Auch das schreibt DIE ZEIT nicht. Sie schreibt statt dessen: vgl nächster Punkt.  
  2. "Beide Seiten werfen einander jedoch immer wieder Verstöße gegen die Vereinbarung vor", schreibt DIE ZEIT: das ist zwar nicht falsch, aber damit verbreitet DIE ZEIT Lügen israelischen Politiker: Israel bricht - einseitig - seit Beginn der Waffenruhe" diese ständig. Zum Zeitpunkt dieser Publikation wurden von der UN-Organisation 500 Tote durch israelisches Militär dokumentiert. 
  3. Desweiteren hat sich Israel verpflichtet, mit Beginn der Waffenruhe die Hilfslieferungen an die Bevölkerung im Gazastreifen zuzulassen. Sie tut es nicht und bricht damit die Vereinbarungen.
  4. Darüber hinaus ist Israel selbst für die Versorgung der Zivilbevölkerung im Streifen völkerrechtlich verantwortlich. Ein Unterlassen gilt als Kriegsverbrechen.   
  5.  

 

Quellen: 

  1. Artikel der ZEIT
  2. Die Opferzahlen im Gaza-Streifen nach der Verkündung des Waffenstillstands: 2025.01.14 - UN OCHA #353 Gaza