Nach Angaben des Gesundheitsministeriums (MoH) in Gaza, das de facto den Behörden untersteht, wurden zwischen dem 10. und 17. Juni 18 Palästinenser getötet, eine Leiche geborgen, sechs starben an Wunden und 53 Menschen wurden verletzt. Damit beläuft sich die Gesamtzahl der gemeldeten Opfer seit der Ankündigung eines Waffenstillstandsabkommens am 10. Oktober 2025 nach Angaben des Gesundheitsministeriums auf 1.005 Todesopfer und 3.157 Verletzte.
Das OHCHR berichtet, dass am 9. Juni Angehörige bewaffneter Elemente, die offenbar von israelischen Streitkräften unterstützt wurden, mehrere Palästinenser an einem Kontrollpunkt in der Nähe von Wadi Gaza in der Salah ad Deen Street festnahmen, darunter sieben Rettungssanitäter der Palestine Red Crescent Society (PRCS). Fünf wurden später freigelassen, während zwei an unbekannte Orte gebracht wurden. Einer der beiden wurde Berichten zufolge am folgenden Tag freigelassen, während der andere am 11. Juni noch vermisst war.
Kritische Versorgungslücken stellen eine zusätzliche Belastung für die Gesundheitsdienste dar.
Bald müssen möglicherweise über 520 endoskopische und chirurgische Eingriffe ausgesetzt werden, wenn nicht dringend mehr hochwirksame Desinfektionsmittel in den Gazastreifen gebracht werden.
Die Behandlung nichtübertragbarer Krankheiten wird durch den Mangel an Insulin, Insulinspritzen und Hämodialysezubehör beeinträchtigt. Dies betrifft unter anderem alle etwa 700 Patienten im Gazastreifen, die dreimal pro Woche eine Dialyse benötigen.
Auszug, machninell übersetzt, das Originaldokument: https://www.ochaopt.org/content/humanitarian-situation-report-19-june-2026