Sa 21.04.2018 Kundgebung - Tag der Gefangenen

jo (johannes) on 15.4.2018

, zuletzt modifiziert von Administrator am 18.4.2018 um 17:17
Tag der Gefangenen

Palästinensische Häftlinge in Israel - gefangen, gedemütigt, geheim gehalten

Manche der Häftlinge werden isoliert, stundenlang verhört und bekommen keinen Einblick in das angebliche Belastungsmaterial. Kritik aus dem Ausland blockt die Regierung in Jerusalem ab.

2017 gingen über 1500 palästinensische Gefangene in den Hungerstreik, dem größten kollektiven Hungerstreik seit Jahren

Mit dem Streik unter der politischen Parole „Freiheit und Würde“ unterstrichen die  palästinensischen Gefangenen eine Anzahl von Hauptforderungen,  zu denen  das Besuchsrecht für Familienangehörige, angemessene medizinische Versorgung, ein Ende der Misshandlung von Gefangenen, ein Ende der Isolationshaft und die ohne Anklage und Gerichtsverfahren verhängte Administrativhaft gehörten.
 

“Freiheit und Würde”

2017 - Der Hungerstreik ist am 40. Tag beendet worden.

Über 1500 palästinensische Gefangene hatten sich 2017 an diesem größten kollektiven Hungerstreik seit Jahren beteiligt.

Mit dem Streik unter der politischen Parole „Freiheit und Würde“ unterstrichen die  palästinensischen Gefangenen eine Anzahl von Hauptforderungen,  zu denen  das Besuchsrecht für Familienangehörige, angemessene medizinische Versorgung, ein Ende der Misshandlung von Gefangenen, ein Ende der Isolationshaft und die ohne Anklage und Gerichtsverfahren verhängte Administrativhaft gehörten.

Ohne Gerichtsurteil inhaftiert

Viele Gefangene unterliegen der sogenannten Administrativhaft: Das heißt, sie wissen weder, weshalb sie festgenommen wurden, noch wissen sie, wie lange sie im Gefängnis bleiben müssen. Ohne Anklage können sie sich nicht juristisch wehren, sie sind rechtlos. Manche sitzen jahrelang in Administrativhaft.

Die Ernährung ist oft schlecht, die medizinische Versorgung mangelhaft. Einige Rechte haben sich die Palästinenser mit langen Hungerstreiks schließlich doch erkämpft. Aber in den zurückliegenden Jahren sind Gefangene während des Hungerstreiks gestorben. Eine unmenschliche Gefängnisleitung hat es zugelassen.

Schon 1971 schrieb die israelische Rechtsanwältin Felicia Langer ihr erstes Buch „Mit meinen eigenen Augen“, in dem sie die Folterspuren ihrer Mandanten beschrieb, als noch niemand glauben wollte, dass in israelischen Gefängnissen gefoltert wird.

Rede von Dr. Ahmad Muhaisen - 17.04.2014 am Tag der Gefangenen, zitiert nach Palästina-Portal
https://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/2014-17.%20April%202014%20-%20Tag%20der%20Gefangenen.htm

 

Die Palästinensische Vertretung in Berlin schreibt:

Seit 1967 hat Israel nach Schätzungen der Vereinten Nationen 700.000 Palästinenser verhaftet. Das ist ein Fünftel der Gesamtbevölkerung in den besetzten Gebieten. Infolge täglicher Verhaftungen erhöhen sich die Zahlen so rapide, dass keine genauen Angaben gemacht werden können.

Von 1967 bis zum 16. April 2010 verstarben in israelischen Gefängnissen infolge von Folteranwendungen und fehlender medizinischer Behandlung 202 palästinensische Gefangene.

 

 

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