20.4.2019 - Tag der palästinensischen Gefangenen

Administrator (herbert) on 10.4.2019

Palästinensische Häftlinge in Israel - gefangen, gedemütigt, geheim gehalten

Manche der Häftlinge werden isoliert, stundenlang verhört und bekommen keinen Einblick in das angebliche Belastungsmaterial. Kritik aus dem Ausland blockt die Regierung in Jerusalem ab.

2017 gingen über 1500 palästinensische Gefangene in den Hungerstreik, dem größten kollektiven Hungerstreik seit Jahren.

Mit dem Streik unter der politischen Parole „Freiheit und Würde“ unterstrichen die  palästinensischen Gefangenen eine Anzahl von Hauptforderungen,  zu denen  das Besuchsrecht für Familienangehörige, angemessene medizinische Versorgung, ein Ende der Misshandlung von Gefangenen, ein Ende der Isolationshaft und die ohne Anklage und Gerichtsverfahren verhängte Administrativhaft gehörten.

 

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Ohne Gerichtsurteil inhaftiert

Viele Gefangene unterliegen der sogenannten Administrativhaft: Das heißt, sie wissen weder, weshalb sie festgenommen wurden, noch wissen sie, wie lange sie im Gefängnis bleiben müssen. Ohne Anklage können sie sich nicht juristisch wehren, sie sind rechtlos. Manche sitzen jahrelang in Administrativhaft.

Die Ernährung ist oft schlecht, die medizinische Versorgung mangelhaft. Einige Rechte haben sich die Palästinenser mit langen Hungerstreiks schließlich doch erkämpft. Aber in den zurückliegenden Jahren sind Gefangene während des Hungerstreiks gestorben. Eine unmenschliche Gefängnisleitung hat es zugelassen.

Schon 1971 schrieb die israelische Rechtsanwältin Felicia Langer ihr erstes Buch „Mit meinen eigenen Augen“, in dem sie die Folterspuren ihrer Mandanten beschrieb, als noch niemand glauben wollte, dass in israelischen Gefängnissen gefoltert wird.

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