Palästina heute

Allgemein

Was aus Paleästina 2018 geworden ist? Die Grafik zeigt es Ihnen!

Aber wo sind die Menschen hin? Wo leben sie und ihre Kinder und Enkel heute?

Wie die leben, die in Palästina geblieben sind und wie es dazu kam, zeigt der folgende Film:

 

 

 

Der Gaza-Streifen ist das größte Freiluftgefängnis der Welt

Nach dem Abzug der 7000 zionistischen Siedler hat Israel 2006 den Gaza-Streifen abgeriegelt und hat alle Grenzübergänge geschlossen. Auch die Grenze nach Ägypten ist verschlossen. Die Sperranlagen wurden zum großen Teil bereits 1994 unter dem israelischen Regierungschef Jitzchak Rabin errichtet.

In dem nur 40 Kilometer langen und an seiner breitesten Stelle 14 Kilometer großen Land-Streifen sind 1,8 Millionen palästinensische Einwohner konzentriert. Mit fast 5000 Einwohner je qkm ist es zu einem Gefängnis geworden, aus dem es kein Entrinnen gibt: niemand kommt rein, niemand kommt raus. Der Gaza-Streifen ist das größte Freiluftgefängnis der Welt, entstanden aus der Politik Israels, den Staat Israel palestinenserrein zu machen.

Die Versorgung mit lebensnotwendigen Gütern wie Lebensmittel und Medikamente und viele Güter des täglichen Bedarfs hat katastophenähnliche Bedingungen angenommen. Die meisten Wohngebäude sind zerstört oder stark beschädigt durch israelische Militäraktionen. Laut Wikipedia waren im August 2017 waren 7 von 10 Einwohnern von humanitärer Hilfe aus dem Ausland abhängig, die Jugendarbeitslosigkeit lag bei rund 60 %.

 

 

 

Das Westjordanland -

Mauern dienen der Sicherheit. Das wussten schon die Politiker der DDR: der antiimperiale Schutzwall erfüllte seinen Zweck.  Keiner läuft mir weg!

Im Westjordanland ist das anders:  2015 betrug die Zahl der israelischen Siedler ca. 617.291, davon in Ost-Jerusalem ca. 214.135 (Wikipedia). Und diese Siedler werden von einer grausamen Besatzungsarmee abgesichert. Und das hat seinen Grund: das Land gehört ihnen nicht. Und deshalb braucht man eine hohe Mauer.

In Wikipedia kann man hierzu nachlesen:

Israelische Sperranlagen (Westjordanland)

Verlauf der Sperranlage (Stand: Juni 2011)

Als israelische Sperranlagen bezeichnet man eine 759 Kilometer lange Absperrung entlang der Grenzlinie zwischen Israel und dem Westjordanland, der „Westbank“. Die Absperrung verläuft zum überwiegenden Teil auf dem Territorium des Westjordanlandes. Mit einem ersten Bauabschnitt wurde am 16. Juni 2002 begonnen. Der Bau war 2010 zu 60 Prozent fertiggestellt. 2004 erklärte der Internationale Gerichtshof in einem von der UN-Vollversammlung in Auftrag gegebenen Gutachten, dass Israel mit dem Bau der Anlagen gegen Völkerrecht verstoße.

 

Israel in Palästina

 

 

Die Verhaftungen

(weitgehend aus der Internetseite der Palästinensischen Mission, Berlin übernommen, mit geringen Änderungen)

  • Seit 1967 hat Israel nach Schätzungen der Vereinten Nationen 700.000 Palästinenser verhaftet. (Informationen aus 2017)
  • Wie die palästinensische Organisation Adameer berichtete, waren bis zum 01. Juli 2012 insgesamt 4.706 politische Häftlinge in zehn israelischen Gefängnissen und drei militärischen Internierungslagern inhaftiert. Unter den Gefangenen befanden sich 220 Jugendliche, einschließlich 35 unter 16 Jahren, sowie sechs Frauen.
  • Weitere Zahlen des palästinensischen Ministeriums für Gefangene belegen, dass israelische Besatzungssoldaten in den Jahren 1967 bis zu Beginn der ersten Intifada am 07. Dezember 1987 insgesamt 420.000 Palästinenser verhafteten. Von Dezember 1987 bis 1994 wurden 210.000 und seit der zweiten Intifada (September 2000) 70.000 Palästinenser festgenommen.
  • Obwohl der israelische Gerichtshof am 06. September 1999 die Anwendung von Folter als Verhörmethode verbot, bestätigte die israelische Menschenrechtsorganisation BeTselem, dass diese in den Gefängnissen weiter praktiziert wird. Hierzu gehören Isolationshaft und kein Zugang zu Rechtsanwälten und Familienmitgliedern. Bis zum 26. Oktober 2009 wurden für das betreffenden Jahr ca. 2.000 Folterfälle bekannt.
  • Von 1967 bis zum 16. April 2010 verstarben in israelischen Gefängnissen infolge von Folteranwendungen und fehlender medizinischer Behandlung 202 palästinensische Gefangene.