Ist Israelkritik antisemitisch?

 

Die dümmste aller Fragen in der jüngeren politischen Diskussion lässt sich leicht von 13jährigen Kindern durch einfachen Schulbesuch beantworten. Voraussetzung ist die Behandlung des Themas "Mengenlehre" im Mathematikunterricht (entnommen einem Lehrplan des Landes Schweiz, Sekundarstufe 1, Realschule, Sekundarschule, Hauptschule (7. Klasse).

 

 

Symbolerklärung:

rot = Menge C = Christen

grün = Menge M = Muslime

schwarz = Menge J = Juden

Die Anzahl der Kreise ist willkürlich und repräsentiert keine statistische Zahlen.

 

Die folgenden Aussagen lehnen sich keiner bestehenden Arbeitsdefinition zum Begriff "Antisemitismus" an, weder der des Deutschen Bundestages noch der des Europäischen Parlamentes.

 

 

 

 

 

 

Aussage 1: Juden sind Menschen, die sich zum jüdischen Glauben bekennen. Sie sind in wahrscheinlich allen Ländern dieser Erde anzutreffen (hoffentlich) und dort zu Hause.

Aussage 2: Zionisten sind Menschen jüdischen Glaubens, die die nationalistische Ideologie von einem jüdischen Nationalstaat in Palästina in politisches Handeln umsetzen (Teil 1) oder solche Bestrebungen unterstützen (Teil 2). Hierzu vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Zionismus, Stand 2.1.2019 und die die dazugehörigen Quellenangaben der Fußnote 1.

Aussage 3: Zionistische Siedler sind Menschen im Sinne der Aussage 2, Teil 1, die sich Grundstücke anderer Menschen in Palästina aneignen und hehaupten, das Land gehöre ihnen. Das Mittel dieser Aneignung ist militärische Gewalt.

Aussage 4: Nicht alle Juden in Palästina sind Zionisten, denn eine jüdische Minderheit lebt schon sehr, sehr lange in Palästina. 

Aussage 5: Israelis sind Menschen die einen israelischen Pass haben. Sie können folgenden Religionen angehören: Muslime, Christen, Juden, Drusen und andere.

Aussage 6: 1947 gehörten 6% des Landes Palästina zionistischen Siedlern, heut snd es 93%. Diese Konversion war eine Vertreibung und ist die Basis des Staates Israel, völkerrechtlich ein Verbrechen ! Und dieses Verbrechen hat bis heute kein Ende gefunden. Jeden Tag werden Palästinenser 

  • von ihrem Land vertrieben,
  • ermordet,
  • z. T. ohne Gerichtverfahren inhaftiert,
  • gefoltert und gedemütigt,
  • von elementaen Menschenrechten ausgeschlossen.

Hieraus ist eindeutig zu erkennen, dass sich Kritik am Zionismus oder am Staat Israel nur auf eine Teilmenge von  Menschen, die sich zum jüdischen Glauben bekennen, bezieht. Diese Kritik kann auch nicht-jüdische Menschen beziehen. Als Beispiel kann hier Donald Trump angeführt werden, der die Botschaft der USA in Israel nach Jerusalem verlegt hat.

Als Unterstützer des Zionismus kann auch die Bundesregierung bezeichnet werden, denn sie genehmigt die Lieferung von fünf atomwaffenfähigen Unterseeboten der Dolphin-Klasse an Israel. Dies stellt einen eklatanten Verstoß gegen den Atomwaffensperrvertrag dar.

Zum Thema "Antisemitismus" vgl. Interview mit dem Journalisten Andreas Zumach in der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeine:

https://www.hna.de/lokales/goettingen/goettingen-ort28741/goettinger-friedenspreis-interviw-mit-jury-chef-andreas-zumach-11829933.html

(Artikel des freien Mitabeiters hk)

 

Wikipedia: 2.1.2019 

Zionismus (von Zion, dem Namen des Tempelberges in Jerusalem) bezeichnet eine Nationalbewegung und nationalistische Ideologie von Juden, die auf einen jüdischen Nationalstaat in Palästina zielt, diesen bewahren und rechtfertigen will

 

Eyal Chowers: The End of Building: Zionism and the Politics of the Concrete. In: The Review of Politics. 64, Nr. 4, 2002, ISSN 0034-6705, S. 599–626, S. 599.
Eliezer Don-Yehiya: Zionism in Retrospective. In: Modern Judaism. 18, Nr. 3, 1998, ISSN 0276-1114, S. 267–276, S. 271.
Anita Shapira: Anti-Semitism and Zionism. In: Modern Judaism. 15, Nr. 3, 1995, ISSN 0276-1114, S. 215–232; S. 218.
Lilly Weissbrod: From Labour Zionism to New Zionism: Ideological Change in Israel. In: Theory and Society. 10, Nr. 6, 1981, ISSN 0304-2421, S. 777–803, S. 782.
Goldberg, David J.: To the promised land: A history of Zionist thought from its origins to the modern state of Israel. Penguin, London, UK 1996, ISBN 0-14-012512-4, S. 3.