Aktuelles aus Palästina

 

Israels Armee schießt auch auf Jürgen Todenhöfer

von Bündnis für Gerechtigkeit zwischen Israelis und Palästinensern (BIP) e.V.

Jürgen Todenhöfer, ehemaliger Politiker (CDU), ehemaliger Medienmanager (Burda), Publizist und Friedensaktivist, war vorgestern in Gaza und ging zur wöchentlichen Freitagsdemonstration an den Sperrzaun. (Der Rundbrief im Original)


 

Khan al-Ahmar: Internationaler Strafgerichtshof warnt Israel vor Kriegsverbrechen

Zur gleichen Zeit fielen im Beduinendorf Abu Nuwar, nahe der illegalen israelischen Westbank-Siedlung Ma’ale Adumim, Sicherheitskräfte mit Bulldozern und Dutzenden von Grenzpolizisten ein und machten  neun Häuser und drei landwirtschaftlich genutzte Gebäude dem Erdboden gleich.

62 Bewohner, die Hälfte davon Kinder, wurden nach Angaben von B’Tselem in dem Dorf obdachlos.

 


Israel zerstört EU finanzierte Schule für palästinensische Grundschüler

Unter den 9 in Abu Nuwar zerstörten Häusern war auch eine von der EU fnanzierte Grundschule für palästinensische Kinder.


Israelische Siedler steinigen palästinensische Frau

 

... fortgesetzt von der Startseite:

Der UN-Koordinator des für den Mittlerer-Osten-Friedens-Prozess,  Nickolay Mladenov, verurteilte den Mord.

Das Auswärtige Amt - ansonsten nicht müde, der palästinensischen Gewalt das Attribut Terrorismus zuzueignen - dagegen schweigt.

Weitere Infos unter ...

https://palaestina-nachrichten.de/tag/aisha-al-rabi/

http://imemc.org/article/palestinian-woman-stoned-to-death-by-israeli-settlers/

 

Israel, ein Gottesstaat - Israel erzeugt Antisemitismus

Am 19.7.2018 beschloss das israelische Parlament, den jüdischen Staat ausschließlich als Staat der Juden zu definieren. Damit wird durch die Definition jede Kritik an Israel zum Antisemitismus.

Nur ein Problem ist dabei: was ist mit den Palästinensern? 6 Millionen Palästinenser haben den UN-Flüchtlingsstatus, dürfen nicht in ihre Heimat zurückkehren und Ihre Nachfahren dürfen kein Land im Staat Israel erwerben. Dann bleiben im Staatsgebiet von Israel des Jahres 1967 immer noch 20% der Bevölkerung mit arabischen (=palästinensischen) Wurzeln.

Was ist mit den Christen in Palästina?  Was ist mit religiöser Toleranz an sich?

Und die illegalen zionistischen Siedlungen im Westjordan weiten sich unter dem Schutz der israelischen Armee weiter aus.

 

Eine jahrzehntelange Verweigerung der politischen und kulturellen Rechte der Palästinenser erreicht derzeit seinen Höhepunkt: das israelische Parlament hat ein Gesetz verabschiedet, das Israels Status als jüdischer Nationalstaat verankert. Hebräisch wird zur offiziellen Landessprache erklärt, während Arabisch – bisher zweite Amtssprache – nur noch einen „Sonderstatus“ erhält.

Jerusalem wird der Statuss als Israels Hauptstadt erklärt. Israels Flagge, Nationalhymne, der hebräische Kalender und die jüdischen Feiertage werden als staatliche Symbole festgelegt.

Die zionistischen Siedlungen stehen weiterhin auf der Agenda staatlicher Aktivität.
Arabische Abgeordnete reagierten dagegen mit lauten Protestrufen und zerrissen den Gesetzentwurf in einer symbolischen Geste. Der arabische Abgeordnete Ahmed Tibi sprach von einem rassistischen Gesetz, das den „Tod der Demokratie“ in Israel bedeute.

Auch der palästinensische Ministerpräsident Rami Hamdallah sprach von einem „rassistischen Gesetz“. Es sei ein „weiterer Versuch, die arabisch-palästinensische Identität auszulöschen und eine Apartheid-Politik zu institutionalisieren und legitimieren, anstatt den Frieden voranzubringen“.

Skandalös ist der bescheidene Protest der EU und der Bundesrepublik Deutschland: ein bisschen Protest von EU-Botschafter Emanuele Giaufret, ein bisschen Protest von der EUaußenbeauftragten Mogherini. das war 's.

 

Quelle der Grafik: Das Palästina-Portal (http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/)



 

Erschossen in Gaza: das Morden der israelischen Armee

Razan Al-Najjar ist eine 21jährige Krankenschwester und Mutter eines kleinen Kindes. Am Samstag, 1.6.2018 wurde sie von einem israelischen Scharfschützen erschossen, während sie den durch Israels Armee verletzten Demonstranten in Gaza half. Möge sie in Frieden ruhen. Wir wünschen ihrer Familie, vor allem ihrem nun halbverwaisten Kind, sowie allen anderen Menschen in Gaza viel Kraft in dieser schweren Zeit.

 

Die offizielle Vertretung des Staates Palästina in der Bundesrepublik veröffentlicht diesen Bericht: 

Nach Untersuchungn der israelischen Menschenrechtsorganisation handelt es sich dabei um eine beabsichtigte Tötung.

 

 

 

 



 

Aktuelles aus Gaza / Bewertung von Bernie Sanders, amerikanischer Präsidentschaftskandidat.

60 Tote durch israelische Scharfschützen an einem einzigen Tag und mehrere Hunderte Verwundete.

Ein amerikanischer Präsidentschaftskandidat beurteilt die Lage in Gaza anders. Er hätte Trump ersetzen können, wenn die amerikanischen Medien ihn unterstützt hätten. Bernie Sanders:  "Das Töten palästinensischer Demonstranten durch israellische Streitkräfte ist tragisch. Jeder hat das Recht für eine bessere Zukunft zu demonstrieren - ohne Gewalt als Antwort."

Zur Erläuterung: 1,8 Millionen Palästinenser auf 360 qkm konzentriert, 60 % Jugendarbeitslosigkeit, 70 % der Bevölkerung ist auf Unterstützung aus dem Ausland angewiesen.  Über 200.000 Wohnungen sind seit 2014 zerstört oder stark beschädigt. Damals waren es 2000 Tote, gestorben im Bombenhagel und durch Artilleriebeschuss der israelischen Armee. Und die Personen, die 2014 nicht anständig genug protestierten, beschimpfte man dann noch als Antisemiten

Gesucht wird: das Weltgewissen - und Israel feiert seinen 70 Geburtstag. Das Elend der Palästinenser interessiert niemanden. Eine verbrannte israelische - nicht jüdische - Fahne und ganz Deutschland schreit: "Antisemitismus". Das ist schwer auszuhalten, wenn man Freunde und Verwandte in Palästina hat.

 

Bild aus https://www.codepink.org/gaza_march



Tod im Gaza-Streifen

Am 30. März wurden 15 Demonstranten von israelischen Soldaten gezielt erschossen.  Mittlerweile (10.5.2018) ist die Anzahl der Toten auf über 40 angestiegen. Unter Ihnen ist auch der der 31jährige Journalist Yasser Murtaja.

Dass es sich dabei um gezielte Tötungen handelt, beweist  der Umstand, dass Murtaja deutlich erkennbar eine Jacke trug, die ihn als Journalisten kennzeichnete. Seine Waffe: eine Kamera mit Teleobjektiv.

Quelle: Neue Zürcher Zeitung vom 14.4.2018 / Online

Die erschossenen Palästinenser werden vom israelischen Militär als Terroristen bezeichnet. Tatsächlich waren es  friedliche Demonstranten. Im Internet kursiert bereits seit längerem ein Video, dass das gezielte Schießen auf friedlichen Demonstanten zeigt. Ein isralischer Journalist veröffentlichte es im Netz. Unklar ist noch zu welchem Zeitpunkt das Video entstand.

Das Video wird gehostet bei  Bei Youtube oder direkt bei FAZ.net

Anlass der Demonstation war der "Tag des Bodens". An diesem Tag erinnern die Palästinenser weltweit an die völkerrechtwidrige Enteignung zahlreicher arabisch-stämmiger Israelis (= Palästinenser) im Jahre 1976.



Das Morden der israelischen Armee im Gazastreifen - Video-Aufnahmen eines Soldaten

 

 

Entstehung des "Tag des Bodens"

Im März 1976 kam es zu massiven Landenteignungen in Galiläa, von denen arabische Israelis betroffen waren. Der konfiszierte Grund sollte vor allem den jüdischen Nachbargemeinden und für Industrieprojekte zur Verfügung gestellt werden und die demographische Situation der Region ändern. Um die Proteste zu ersticken, erließen die israelischen Behörden für die betroffenen Gemeinden eine Ausgangssperre ab 29. März, 17 Uhr. Als Antwort riefen arabische Politiker, darunter der Bürgermeister der Stadt Nazareth, zum Generalstreik und Demonstrationen auf. Die Palästinenser solidarisierten sich - auch in den Flüchtlingslagern im Ausland.

Trotz der Drohungen Israels fand der Generalstreik statt und nach einem bis damals noch nicht da gewesenen Polizeieinsatz mit 4.000 Mann endete der Tag mit 6 toten und 100 verletzten Arabern.
(aus Wikkipedia.de, 15.4.2018)

 

 

Freiheit für Ahed Tamimi

Ihre Verbrechen: Sie ohrfeigte einen der Soldaten, die widerrechtlich in das Haus der Familie Tamimi eindrangen.

Am 29. Januar feierte sie ihren 17 Geburtstag - im israelischen Gefängnis. Ihr Verbrechen: sie demonstriert gegen die völkerrechtswidrige Besatzung und die Enteignung Ihrer Heimat durch israelische Siedler. Im Januar 2018ohrfeigte Sie einen der Soldaten, die widerrechtlich in daas Haus ihrer Familie eindrangen.

Die Palästinensische Gemeinde in Koblenz und Umgebung brachte Ihren Protest zum Ausdruck. Ein Infostand und Plakate bringen zum Ausdruck, dass die Israelische Siedlungen völkerrechtlich illegal sind und auf Diebstahl beruhen. Das Land ist nicht Eigentum der Siedler- und diesen Anspruch erheben die israelische Siedler, die sich der Unterstützung der Armee und der Regierung sicher sein können. Denn die ungebremste Fortsetzung israelischer Siedlungstätigkeit heißt: Israel will nicht - keinen Frieden, kein Miteinander. Dabei gibt es nur ein Problem. Wohin mit 4,6 Millionen Palästinensern (2,7 Mio. Westjordan, 1,8 Mio. Gaza).

Zu den Hintergründen der Verhaftung (wörtlich zitiert nach Wikipedia)

"Ahed Tamimi wurde als Tochter von Bassem und Nariman Tamimi in Nabi Salih, einem kleinen Dorf, rund 20 Kilometer nordwestlich von Ramallah im Westjordanland geboren. Seit 2009 demonstrieren die Bewohner von Nabi Salih fast wöchentlich. Unmittelbarer Anlass dafür war ein Streit mit israelischen Siedlern aus dem benachbarten Halamisch über Landnutzungsrechte, insbesondere um die Übernahme einer Wasserquelle und Badehöhle namens „Ein al-Qaws“ durch die Siedler. Laut dem Journalisten Ben Ehrenreich gehörte diese Quelle und das umliegende Land seit Generationen der Familie Tamimi. Die Siedler mussten im Januar 2013 aufgrund eines Urteils des israelische Obersten Gerichtshofs ihre an der Quelle illegal errichteten Anlagen wieder abreißen.

...

Bei den dennoch anhaltenden, fast wöchentlichen Kundgebungen fliegen immer auch Steine in Richtung der anwesenden Soldaten.  Die israelische Armee setzte gegen diese Ausschreitungen Tränengas, synthetisches Skunksekret oder Wasserwerfer und gelegentlich auch Gummigeschosse oder scharfe Munition ein. Dabei wurden im Laufe der Jahre zwei oder drei Dorfbewohner, darunter Aheds Onkel Rushdie, getötet und hunderte verletzt. Nach Angaben der Zeitung The Guardian wurden über die Zeit rund 140 Bewohner vom Nabi Saleh in Gewahrsam genommen und zur Zahlung von zusammen umgerechnet mehreren tausend Dollar für Strafen und Kautionen verurteilt. Nach Darstellung ihres Vaters hätte das Wohnhaus der Familie ursprünglich nach Protesten im Jahr 2010 abgerissen werden sollen und sei bis 2017 mehr als 150 Mal Gegenstand von Einsätzen des israelischen Militärs gewesen. "

(zitiert nach https://de.wikipedia.org/wiki/Ahed_Tamimi, Stand 4.4.2018)

Die Siedler sind immer noch da und die beanspruchen das palästinensische Land weiter - völkerrechtswidrig.